Der Quartierverein kurz vor der Pleite?

7. Mai 1977 – Am Nachmittag wurde das Tram Nr. 2006 bei der Endstation Zoo auf den Namen «Fluntern» getauft.

Die Feier der Fluntermer begann in der Gessnerallee. Ein Konvoi, bestehend aus alten Sächsitrams und Tram-Motorwagen 2006, transportierte die Gäste bergwärts. Bei der Endstation Zoo wollte Werner Aebli, Präsident des Quartiervereins, die Tramtraufe «als Ausdruck der Gemeinschaft eines Quartiers mit seiner Stadt verstanden wissen.» 

Der Quartierverein hatte sich auf das Ereignis gut vorbereitet: «…alle Mitglieder erhalten ein detailliertes Programm und einen Bogen mit Gutscheinen. Sie werden bald merken, dass es sich lohnt, Mitglieder des Quartiervereins zu seien.» (Jahresbericht des QV 1977) 

Jedoch: «… trotz Bratwurststand lichteten sich die Reihen der mageren Zuschauerkulisse rasch.» (Tagesanzeiger 7.Mai 1977)

Das Resultat für den Quartierverein: «Der Quartierverein Fluntern hatte gehofft, mit dem kleinen Festchen zur Tramtaufe mindestens einen Teil der Kosten bezahlen zu können. Inzwischen hat die Abrechnung gezeigt, dass der Ertrag viel kleiner ist, als die Kosten …». Deswegen: «… bittet der Quartierverein die Bewohner von Fluntern … ihre Dankbarkeit zu zeigen … und ihm zu ermöglichen, sich weiter für das Quartier einzusetzen. (PC 80-23658).»