Fluntern kurz erklärt
Fluntern ist eines der 34 Quartiere der Stadt Zürich. Gegen 1400 kam das Weinbauerndorf oberhalb des Zürichsees unter die Herrschaft der Stadt Zürich. Ab 1798 war Fluntern eine selbständige Gemeinde bis sie mit der ersten Eingemeindung von 1893 Teil der Stadt Zürich wurde.
Ein markantes und von weither sichtbares Wahrzeichen ist die neue Kirche Fluntern mit seiner vorgelagerten Terrasse. Erbaut wurde sie 1920 vom Architekten Karl Moser, der auch das Kunsthaus und die Universität entworfen hat. Die Hochschulen, neben der Universität die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH), waren es denn auch, die das abgelegene Quartier näher zur Stadt rücken liessen. Mit den Bildungsinstitutionen kam die Erschliessung durch Strassen und Tramlinien, Landwirtschaftsland wurde zu Bauland und so entwickelte sich Fluntern Schritt für Schritt zu einem der begehrtesten Wohnquartiere der Stadt.
Mehr Informationen über Fluntern finden Sie beim Quartierverein Fluntern, der Zunft Fluntern oder auf Wikipedia.

Viel Geschichte, viele Geschichten
«Fluntern erzählt» nimmt den Geschichtsfaden ab 1830 auf. Die Schleifung der Stadtbefestigungen 1833 markierte den Anfang eines fundamentalen Umbruchs innerhalb der Stadt und den umliegenden Gemeinden. Eisenbahnlinien, Strassennetze, Kanalisationen wurden aus dem Boden gestampft, es entstanden Prestigebauten wie die Hochschulen, aber auch Industriebauten und Mietshäuser. Nie mehr in der Geschichte Zürichs war das Bevölkerungswachstum so gross wie an der Wende zum 20. Jahrhundert. Auf diesem Hintergrund ist die erste Eingemeindung von 1893 zu verstehen, zu der auch Fluntern gehörte.
Dem Wandel und Werden des abgelegenen Weinbauerndorfes zum begehrten Stadtquartier wollen wir «Fluntern erzählt» nachgehen und so nicht zuletzt der jungen Generation und den vielen Zuzügern die Möglichkeit bieten, Einblick in die Geschichte ihres Zuhauses zu nehmen.

Sie können nach Lust und Laune im elektronischen Lese- und Bilderbuch stöbern. Es ist ein buntes, abwechslungsreiches Kaleidoskop an Herrschaften, Studierten und dienstfertigen Händen, an Sonntagsausflüglern, Kurgästen, Flüchtlingen, Arbeitssuchenden, Glücksrittern und Spekulanten. Wir schauen in gut gebohnerte Stuben, in gefüllte Kirchen und Wirtshäuser, begegnen auf den Strassen spielenden Kindern oder abgeschirmt hinter Hecken und Bäumen sonnenbadenden Lebensreformern. Es sind der Geschichten viele, unspektakulär und doch so viel mehr.

So funktionierts
Das Lese- und Bilderbuch ist in sechs Kapitel unterteilt: Geld und Geist; Kommen und Gehen; Leib und Seele; Höhen und Tiefen; Recht und Ordnung; Geld und Geist. Wenn Sie auf eine der Kapitelüberschriften klicken, erwarten Sie Bilder, hinter denen sich die jeweiligen Geschichten verstecken. Eine Geschichte kann für sich alleine stehen oder verästelt sich weiter wie ein Flussdiagramm mit Portraits und Anekdoten. Wenn Sie für den Moment nicht lesen, sondern einfach Bilder anschauen möchten, klicken Sie auf Album. Wenn Sie dann doch wissen wollen, welche Geschichte hinter dem Bild steckt, einfach klicken, so landen Sie mitten im Beitrag.

Eine Idee, zwei Chronisten, viele Erzählerinnen und Erzähler
Unter anderem bei der Arbeit für das Quartiermagazin Fluntern stossen wir – Gabriela Mattes und Martin Kreutzberg – regelmässig auf spannende Themen, begegnen Menschen und ihren Erinnerungen. Schade, wenn sie zusammen mit dem Quartiermagazin auf dem Altpapier landen. Darum wollen wir sie festhalten und für alle einfach zugänglich machen. Das ist die Idee hinter dem elektronischen Lese- und Bilderbuch «Fluntern erzählt».

Ein Anfang, kein Ende
Einige Geschichten sind bereits zusammengekommen, viele harren auf Aufnahmegeräten darauf, transkribiert zu werden. Bitte lassen Sie sich anstecken! Kramen Sie in ihren Erinnerungen, holen Sie Briefe und Fotoalben hervor und nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Ihre Geschichten machen «Fluntern erzählt» zu einem lebendigen, stets dichter werdenden Geschichtenteppich.

Sachdienliche Hinweise

Es folgt hier in Kürze eine Liste mit den von uns verwendeten schriftlichen Quellen. Zitate vermerken wir jeweils direkt im Text, die Namen der Erzählenden stehen – wenn sie genannt werden möchten – jeweils am Ende des Beitrages. Bei aller wissenschaftlichen Genauigkeit ist «Fluntern erzählt» zum Schmökern gedacht. Mit seinem zum Teil feuilletonistischen und anekdotischen Charakter möchten wir bewusst auch Menschen ansprechen, die sich «eigentlich nicht für Geschichte interessieren».

Bitte keine Selbstbedienung
Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse. Sie sind herzlich willkommen, Textpassagen zu verwenden. Bitte geben Sie in diesem Fall «Fluntern erzählt» als Quelle an. Sollten Sie an ganzen Beiträgen interessiert sein, schätzen wir es, wenn Sie zuerst Rücksprache mit uns nehmen. Bei der Verwendung der Bilder hingegen heisst das Motto direkt und ungeschminkt: schauen und nicht klauen. Die Verwendung der Fotografien erfolgt mit der freundlichen Genehmigung der privaten Besitzer, des Baugeschichtlichen Archivs der Stadt Zürich (BAZ) und des Stadtarchivs Zürichs. Jegliche Weiternutzung und Weitergabe ohne die ausdrückliche Genehmig der genannten Stellen ist strikte untersagt.

Wir bedanken uns ganz herzlich
… bei unseren Geldgebern: Dr. Hans Vontobel, 8044 Zürich; Genossenschaft Migros Zürich; Beitragsfond des Finanzdepartements der Stadt Zürich; Dr. Adolf Streuli-Stiftung, 8022 Zürich; Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung, 8044 Zürich; Jenny Bretschger-Iselin, 8044 Zürich

… bei allen, die uns Ihre Archive kostenlos zur Verfügung stellen: Ansichtskartensammlung Ralph Kühne; Archiv der evang.-ref. Fluntern; Archiv der katholischen Kirche St. Martin Fluntern; Archiv der Zunft Fluntern; Baugeschichtliches Archiv Zürich; Familienarchiv Diehl; Familienarchiv Hürlimann; Familienarchiv Rübel; Stadtarchiv Zürich

… bei allen, die sich für «Fluntern erzählt» begeistern lassen und uns ihre Geschichten erzählen, uns mit Hinweisen versehen und ihre privaten Bilder und andere Schätze zugänglich machen.

Gönnen Sie uns «Fluntern erzählt»
Es ist in erster Line eine Herzblutangelegenheit, dennoch brauchen wir für den Unterhalt der Website, für die Recherchearbeiten und Bildaufbereitung weitere finanzielle Mittel. Ihren Gönnerbeitrag wiegen wir mit Geschichten auf.
Wir freuen uns auf ihre Unterstützung: Fluntern erzählt e.V., Konto: 80-151-4, Zürcher Kantonalbank CH04 0070 0110 0015 5923 3

Anregungen, Hinweise, Kommentare erreichen uns unter info@flunternerzaehlt.ch



Autoren: Gabriela Mattes und Martin Kreutzberg
Gestaltung: Fabienne Erni
Programmierung: Springen